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Das Film ohne Grenzen – Festival

Das Film ohne Grenzen – Festival

FILM OHNE GRENZEN widmet sich internationalen Filmbeiträgen, die sich in ganz unterschiedlicher Form auf unsere gemeinsame Humanität besinnen. Es geht um Geschichten, die uns oft wider jede Erwartung verbinden.

Ursprüngliche Inspiration für dieses bereits seit 2008 in Italien stattfindende Filmfestival ist der Deutsche Dokumentarfilm von Paul Smaczny „Knowledge is the Beginning“, der die Geschichte des „West-Eastern Divan Orchestra“ erzählt. Das von Daniel Barenboim und Edward Said gegründete Orchester besteht aus Musikern, deren Heimatländer sich seit Jahrzehnten bekriegen – die Musiker aber arbeiten miteinander und lernen voneinander. Das Orchester bietet einen Raum, in dem man sich als „Mensch“ und nicht als „Feind“ begegnen kann. Nur diese persönliche Erfahrung befähigt den Beteiligten, auch eine andere politische Vision für ihre Region überhaupt zu erahnen. Was Barenboim für den Mittleren Osten proklamiert, „entweder bringen wir uns alle gegenseitig um oder wir teilen, was zu teilen ist“, gilt im übertragenen Sinne für uns alle.

Das FILM OHNE GRENZEN – Festival  findet im September 2015  zum dritten Mal in der Kulturscheune des Eibenhofes in Bad Saarow statt. Wir freuen uns, erneut bewegende Filme (Dokumentarfilme, Kurzfilme, Langfilme) aus dem In- und Ausland zu zeigen, die auch größtenteils von den Filmemachern persönlich präsentiert werden. Parallel zu den Filmvorführungen in der Kulturscheune bieten wir wieder ein kleines, ausgewähltes Kinderprogramm an. Das FILM OHNE GRENZEN – Festival bietet so der ganzen Familie die Möglichkeit, sehenswerte, preisgekrönte Filme in der wunderschönen Umgebung des Eibenhofes anzuschauen.

In BAD SAAROW bei Berlin zeigen wir Beiträge verschiedenster Genres: Dokumentarfilme, Spielfilme, Kurzfilme, Features aber auch Animationsfilme oder Kinderfilme. Es geht um Filme, deren Kraft inspiriert ohne zu predigen. Brauchen wir ein weiteres Festival? „Ja, wir brauchen dieses, denn „FILM OHNE GRENZEN ist ein Festival mit Seele“, so die Worte des kanadischen Filmemachers J. Levitan, der 2008 in Italien seinen Oscar nominierten Film „I Met The Walrus“ präsentierte. Zwar leben wir alle in unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Strukturen, die uns häufig voneinander entfremden, doch gibt es in allen Lebensbereichen Zeichen einer „globalen Menschlichkeit“. Filmemacher nutzen ihre Möglichkeiten, um von individuellen Schicksalen zu erzählen, damit es auch unsere Geschichten werden und wir so physische und geistige Grenzen überschreiten können.

FILM OHNE GRENZEN vergibt keine Preise, sondern unterstützt die Filmemacher in ihrer Arbeit.

Susanne Suermondt
Festivalleitung